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Zentralschmierung Vogel / SKF für industrielle Anwendungen

Die Firma Sinntec Schmiersysteme GmbH liefert Komponenten für Ihre Zentralschmierung, montiert Anlagen bei Ihnen vor Ort, bietet auch Jahre nach dem Kauf noch den Service, welchen der Kunde sich wünscht. Wir stellen Ihnen Ihre Anlagen nach Ihren indivduellen Wünschen und Ansprüchen zusammen.

Die Zentralschmieranlagen haben den Zweck Schmierstellen von Maschinenanlagen, an denen Reibung entsteht, aus einer zentralen Quelle mit Schmierstoffen wie Öl oder Fließfett zu versorgen. In den meisten Industriebereichen ist die Zentralschmierung nicht mehr wegzudenken. Möchten Sie eine Anlage oder eine Maschine kontinuierlich mit Schmierstoff (Öl oder Fliessfett) versorgen, ist eine Zentralschmieranlage genau das Richtige für Sie. Denn die Schmiersysteme sorgen für die optimale Schmierstoffmenge zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle. Mehrere Anlagen und Maschinen können mit einem einzigen System überwacht und bei Bedarf versorgt werden. Unsere Vertriebsmitarbeiter beraten Sie gerne rund um den Bereich Schmierung.

Es gibt folgende Systemmöglichkeiten einer Zentralschmieranlage:

Einleitungs-Zentralschmierung:

Diese Form der Zentralschmierung wird zum Beispiele im Maschinenbau, bei Werkzeugmaschinen und Pressen eingesetzt. Sie eignet sich für eine Anzahl von über 100 Schmierstellen, die Gesamtrohrleitungslänge sollte jedoch nicht die 30 Meter überschreiten und der Pumpendruck darf nicht höher als 160 bar sein. Die Pumpe der Zentralschmierung fördert Öl oder Fließfett in eine Hauptleitung, welche sich einzeln oder gruppenweise zu Verteilern in der Nähe der Schmierstelle verzweigt. Das Dosieren des Schmierstoffes zu den Reibstellen, durch die Verteiler, ist auch bei hohem Gegendruck genau. Bei einem Schmiertakt wird die Leitung unter Druck gesetzt, so wird an den Schmierstellen dosiert das Öl oder Fließfett abgegeben. Die Hauptleitung wird während einer Schmierpause entlastet, durch das Verbinden mit dem Pumpensaugraum. Hierbei wird der Schmierstoff im Inneren der Verteiler umgeschichtet, das heißt er wird von der Kolbenunterseite auf die Kolbenoberseite gefördert.

Progressiv-Zentralschmierung:

Bei diesem System, welches für Fett und Öl geeignet ist, wird eine Progressivpumpe in Verbindung mit Progressivverteilern verbaut; es ist für bis zu 100 Schmierstellen geeignet. Der Schmierstoff wird durch die Hauptleitung zum Hauptverteiler gepumpt, welcher dann das Medium in die Nebenverteiler und von dort aus zu den Schmierstellen leitet. Durch die Progressivverteiler kann der Schmierstoff fortschreitend sehr genau in kleinen Mengen dosiert werden und in einer bestimmten Reihenfolge über einzelne Auslässe an den Reibstellen abgegeben werden. Ist die letzte Reibstelle versorgt, beginnt das System selbstständig wieder an der ersten Stelle. Wird der Schmiervorgang abgebrochen oder abgesperrt, beginnt der Vorgang bei erneuter Einschaltung des Systems an genau der Stelle, an der es unterbrochen wurde. Sie finden diese Form der Zentralschmierung bei Holzbearbeitungsmaschinen, Verpackungsmaschinen oder auch Pressen. Dadurch, dass nur eine Hauptleitung, eine Druckpumpe und verhältnismäßig einfache Verteiler nötig sind, sind die Investitionskosten gering gehalten.

Ketten Zentralschmieranlagen für Fließfett/Fett:

Die Ketten-Zentralschmieranlagen findet ihren Einsatz zum Beispiel bei Plattenbändern oder Zuckerrüben-Förderern. Sie stellt eine automatische und kontinuierlich Abschmierung sicher. Es wird nur eine kleine Anzahl beweglicher Teile verwendet. Die Schmierköpfe, welche die Bolzen während einer Umlenkphase am Kettenrad abschmieren, werden über Drehschieber gesteuert.

Ketten Zentralschmierung für Öl:

Diese Ketten-Zentralschmierung ist auch ohne die Verwendung von Druckluft für die Versorgung von Kettenschmierpunkten mit kleinsten Ölmengen geeignet. Es können bis zu 12 unterschiedliche Schmierpunkte einer Kette versorgt werden. Ein großer Vorteil dieses Kettensystems ist die sehr kleine Ölmenge, von 0,01 cm³ bzw. 0,025 cm³, je Schmierpunkt und Schmiertakt. Sie finden diese Form der Zentralschmierung in der Automobilindustrie.

Mehrleitungs Zentralschmieranlagen:

Bei Einzelmaschinen und kleinen Gruppen von Maschinen oder Apparaten kommt die Mehrleitungs-Zentralschmieranlagen zum Einsatz. In dosierten Mengen wird der Schmierstoff über mehrere einzelne Auslässe an der Pumpe abgegeben. Von jedem Auslass aus führt eine Leitung direkt zur Schmierstelle. Durch die Bauart der Pumpe ist die Anzahl der direkten Leitungen auf maximal 32 begrenzt, jedoch kann eine Erhöhung der Reibstellen mit Progressivverteilern ermöglicht werden. Durch die Druckleistung der Pumpe, die Durchflussmenge, die Betriebstemperatur, den Leitungsquerschnitt oder die Konsistenz und Förderbarkeit des Schmierfettes ist die maximale Leitungslänge abhängig. Die normale Leitungslänge liegt zwischen 20 und 40 Metern. Wenn die Leitungslänge zu groß gewählt wurde, erhöht sich der Rohrreibungswiderstand; das kann dazu führen, dass der Widerstand größer ist als der überwindbare Druck der Pumpe. Sie finden diese Art der Zentralschmieranlage bei Kränen, Baggern, Aufzügen oder auch Förderanlagen. Der Antrieb dieser Zentralschmierung ist vielfach durch die zu schmierende Maschine möglich, dadurch ist keine zusätzliche Steuerung nötig. Es ist mit kleinen Schmierstoffmengen bei einem Dauerbetrieb zu rechnen und es ist eine getrennte Mengendosierung für jede Schmierstelle möglich.

1. Kolbenpumpe für Fett Zentralschmierung

KFG / KFGS

Die Pumpen werden über einen Gleichstrommotor angetrieben. Der Inhalt des zu befüllenden Pumpenbehälters, sowie die Art der Befüllung sind unterschiedlich. Die Kolbenpumpe besitzt maximal 3 Schmierstoffausgänge, welche jeweils ein separates Pumpenelement benötigt. Die Pumpenelemente lassen sich naträglich austauschen und in verschiedenen Fördergrößen liefern. Die Kontrolle der Füllstandsüberwachung erfolgt manuell durch Sichtkontrolle oder elektrisch am Behälter (W1). Die Steuerung der KFG-Pumpen erfolgt duch das Steuergerät IG505-2-E. Die KFGS-Pumpen werden durch ein im Aggregat intergiertem Steuergerät (IG502-I) geleitet.

KFA / KFAS

Diese Pumpen der Baureihe KFA / KFAS besitzen maximal 2 Schmierstoffausgänge. An diesen können 2 Schmierkreise angeschlossen werden, welche unabhängig von einander arbeiten. Voraussetzung hierfür sind 2 Pumpenelemente. Erhältlich sind diese Elemente in verschiedene Fördermengen und lassen sich auch nachträglich austauschen.

2. Progressivverteiler
 
VPM / VPKM / VPBM


Die Progressivverteiler (auch Verteilerblock genannt) eignen sich für NGLI-Klasse 000 bis NGLI-Klasse 2. Dank der Bauweise des Verteilers ist eine optimale Schmierung der anzuschließenden Schmierstellen gegeben.
Die Progressivverteiler teilen die gesamte Fettmenge, welche pro Laufzeit in die Pumpe gefördert wird, auf. Daher ist zu berücksichtigen, dass die Dosiergrößen nur die Mengenverhältnisse festlegen und nicht die absolute Menge. Bei der Baureihe VPM erhalten Sie folgende Dosiergrößen: 0,05; 0,14; 0,19; 0,25; 0,3 und 0,35 cm³ pro Fettumlauf des Verteilers. Ausgänge, die nebeneinader liegen, können extern zusammengefasst werden. Ausgänge die gegenüber liegen, lassen sich durch S-Scheiben intern zusammenfassen.  Bei der Baureihe VPKM erhalten Sie folgende Dosiergrößen: 0,04; 0,08; 0,14; 0,18 cm³ pro Fettumlauf des Verteilers. Die benachbarten Ausgänge lassen sich am fertigen Verteiler intern zusammen fassen. Daher ist die  Demontage des Verteilers nicht von nöten. Bei der Baureihe VPBM erhalten Sie folgende Dosiergröße: 0,13cm³ pro Fettumlauf des Verteilers. Bei diesem Verteiler lassesn sich gegenüber liegende Ausgänge intern zusammenfassen. Ausgänge, die benachbart bzw. parallel liegen lassen sich extern zusammenfassen.

Bitte beachten Sie:

Damit der Verteiler der Zentralschmieranlagen nicht blockiert, dürfen Ausgänge, die nicht benötigt werden nicht verschlossen werden! Sie können entweder die Schmierstoffmenge aus diesem nicht benötigten Ausgang zurück in den Behälter leiten oder diese einer anderen Schmierstelle hinzufügen. Die Rohleitungen lassen sich durch Anschluss- bzw. Steckverbinderarmaturen an die Verteieler anschließen.

3. Rohrleitungen und Armaturen

Die Hauptleitungen der Anlagen mit Fettklasse 2 sind mit Hochdruckschläuche (Ø6, Ø8 oder Ø10) zu verlegen. Unter besonderen Umständen können auch Stahlrohre (Ø6, Ø8 oder Ø10) verlegt werden. Für Schmierstellenleitungen der Zentralschmierung sollte Polyamidrohr (Ø6x1,5) eingesetzt werden. Im Off-Road-Bereich empfiehlt sich wiederum die Nutzung eines Hochdruckschlauches bzw. eines Stahlrohres (jeweils Ø6). Die Haupt- und Schmierstoffleitungen können mit Fett vorgefüllt werden.